Opus 155 Hamburg Ottensen

Fertigstellung: 2003

Die Orgelgeschichte in der Christianskirche zu Hamburg Ottensen lässt sich bis ins 16.te Jahrhundert zurückverfolgen. 1630 wurde die bestehende Orgel durch Gottfried Fritsche einer Erweiterung unterzogen. Im Jahre 1744 folgte, in neuer Kirche, ein Orgelneubau durch Johann Dietrich Busch unter Verwendung alter Fritscheregister. Zahlreiche Erweiterungs – und Umbaumaßnahmen folgten, unter anderem durchgeführt von den Firmen Wohlien, Marcussen und Kemper.
Im zweiten Weltkrieg ausgelagert, wurde die Orgel dann in den fünfziger Jahren durch die Firma Rudolf von Beckerath neugestaltet und wiederaufgebaut.
Der jetzige große Umbau erfolgte unter der Prämisse der deutlichen Verbesserung der technischen Anlage sowie einer intonatorischen Umgestaltung.
Im original barocken, sorgfältig restaurierten und aufgearbeiteten Gehäuse haben wir unter Beibehaltung der alten Windladen die Spieltraktur überarbeitet und die bis dato zu klein geratene Windversorgung des Oberwerks neu erstellt; ebenso neu sind der Spieltisch, das Untergehäuse der Orgel und die Registeranlage, die wir anstelle der alten, störanfälligen Bowdenzugregisteranlage installiert haben.

Zielsetzung der klanglichen Arbeiten war es, aus den einzelnen, stark unterschiedlichen Registern einen schlüssigen Gesamtklang zu formen. Dabei wurde die Disposition der Orgel nur behutsam verändert, ca. 80 % des alten Pfeifenbestandes konnten wir nach sorgfältiger Aufarbeitung erhalten.
Heute erklingt die Orgel wieder harmonisch-homogen im Stile des norddeutschen Barock.

 

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