Opus 173 Kita-Kyushu, Kokura, Japan, Überarbeitung

Fertigstellung: 2010

Die letzte Konzertsaalorgel, welche die Firma Walcker nach Japan gebaut hat, wurde im Jahre 1984 im Süden Japans, in Kita-Kyushu, in der Kosei Nenkin Hall dort aufgebaut. Die Orgel besitzt inzwischen 46 Register auf drei Manualen und Pedal.

Der Auslöser für die Stadtverwaltung, über umfangreiche Überarbeitungsarbeiten nachzudenken, war die, von immer größeren Ausfällen geprägte, elektrische Anlage.

Nach dem entschieden wurde, dass die Orgel überarbeitet werden soll, haben wir, darauf aufbauend ein Konzept entwickelt, klangliche Defizite zu beseitigen und die Orgel wieder zuverlässig für viele Jahre in einem schlüssigen Gesamtkonzept erklingen zu lassen.

 

Neben üblichen Reinigungs – und Überarbeitungsarbeiten (außerdem war die Orgel vom Schimmelpilz befallen) wurde die elektrische Anlage, bis auf die Tonmagneten und die Schleifenzieher, komplett erneuert – die Orgel ist nun ebenfalls mit einem neuen Spieltisch ausgestattet (Buss-system von Heuss).

Die klangliche Überarbeitung war ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit. Obwohl der Winddruck für walcker’sche Verhältnisse hoch war, klang die Orgel doch in der tiefen Lage zu mager und in der hohen zu gepresst. Neben dem Austausch einiger Zungenregister haben wir zusätzlich eine Traversflöte 8’ ins SW eingebaut und bei einigen Registern, z.B. Bd. 16’ im SW, die Mensuren deutlich erweitert, um einen tragfähigen Orgelklang zu erzielen. Eine gründliche Intonation folgte.